Die Post ist da! – 2. Betroffenentreffen am 10.01.20

Das zweite Betroffenentreffen, in dem wir eine gemeinsame Strategie entwickeln möchten, um mit den eingetroffenen Bußgeldbescheiden umzugehen, findet am 10.01.2020 um 19:00 Uhr in der Eisenbahnstraße 125 statt! Save the date!

Wie bereits beim letzten Treffen besprochen, raten wir allen Betroffenen zunächst unbegründeten Einspruch einzulegen. Weitere Infos dazu findet ihr unter:
https://antirepression.noblogs.org/boese-post/einspruch-widerspruch/

Die Post ist da!

Kurzfristiges Betroffenentreffen am 10.12. um 19:00 Uhr in der Eisenbahnstr. 125! Bringt eure Bußgeldbescheide mit.

In den vergangenen Tagen haben einige Freund*innen & Genoss*innen einen bereits erwarteten „Bußgeldbescheid“ von der Stadt Leipzig erhalten. Dafür, dass eine Gruppe von etwa 20 Menschen infolge einer Spontandemonstration am 10.07. mehr als eine Stunde lang gekesselt und anschließend ED-Behandlungen unterzogen wurde, berechnet die Stadt Leipzig allen Betroffenen jeweils 228,50€.
Selbst zu entscheiden, wann und wie wir anderen von staatlicher Repression Betroffenen unsere Solidarität ausdrücken ist kein Verbrechen – auch dann nicht wenn die selben Bullen, die noch am Vortag einen Menschen aus unserer Nachbarschaft abschieben, eine angemeldete Demonstration für beendet erklären.

Solltet ihr selbst einen entsprechenden Bußgeldbescheid erhalten haben, wendet euch bitte per mail an das Solidaritätskomitee: solikomitee1007@riseup.net oder kommt zu dem Treffen am 10.12. um 19:00 in der Eisenbahnstraße 125 und bringt eure Bußgeldbescheide mit. 

Wir bieten allen Betroffenen Unterstützung in diesem Verfahren an!

Die Repression geht weiter

Am 10. Juli 2019, ein Tag nach der brutalen Abschiebung durch die Polizei in der Hildegardstraße, fand eine Demonstration zum Protest gegen das Vorgehen der Polizei, Polizeigewalt, Abschiebungen und für mehr nachbarschaftliche Solidarität statt.

Doch auch am Ende dieser Demonstration kam es zu Einschränkungen durch die Polizei. Es endete mit der Aufnahme von Personalien von einigen Personen, die sich nicht vom Endkundgebungsort entfernten. Jetzt hagelt es Ordnungswidrigkeitsverfahren mit einer Strafe von je 200€.

Ihr seid davon betroffen oder kennt Menschen, die auch so einen Bescheid bekommen haben? Dann meldet euch bei solikomitee1007@riseup.net. Wir wollen uns gemeinsam gegen diese Repression wehren. Dazu organisieren wir ein Betroffenentreffen, wo wir weiteres Vorgehen besprechen. Es wäre wichtig, dass möglichst alle kommen (oder Delegierte schicken), damit wir eine gemeinsame Strategie fahren können. Denn das letzte Wort ist da noch nicht gesprochen.

Unterstützung der Betroffenen

Das Solikomitee 1007 hat sich zusammengeschlossen um gemeinsam mit der Repression nach der Abschiebeblockade und der Abschiebung in der Hildegartstr. umzugehen. Dabei geht es um die Begleitung, Dokumentierung und Unterstützung der von Repression betroffenen. Neben einer Vielzahl an Verletzten durch die Polizei in der Nacht von 09. auf den 10.07, wurden mehrere Menschen in der Nacht festgenommen. Gegen zwei Menschen wurde Untersuchungshaft verhängt.

Einer kam nach mehreren Monaten nach der Intervention seines Rechtsanwaltes und erneuter Haftprüfung frei. Der Staat hätte ihn am liebsten abgeschoben oder weiter im Gefängnis eingesperrt.

Der andere Mensch, Aymen, sitzt noch immer in Untersuchungshaft und wird voraussichtlich bis zu den Prozessen im Januar noch weiter im Gefängnis eingesperrt sein. Er wurde eine halbe Stunde nach dem Polizeieinsatz an einer Haltestelle in der Nähe von den Bullen entführt. Bei ihm kommt noch dazu, dass Er ist alleinerziehender Vater eines 3-jährigen Kindes ist und nun für mindestens ein halbes Jahr von diesem getrennt ist. Ihm wird unter anderem Landfriedensbruch im besonders schweren Fall vorgeworfen. Er freut sich über solidarische Aktionen und Menschen die am 06. und 24. Januar zu den Gerichtsverhandlungen kommen.

Zeigt praktische Solidarität mit den von Repression Betroffenen! Schreibt Briefe oder Postkarten an Aymen und zeigt ihm, dass er nicht allein oder vergessen ist. Er spricht Arabisch und Deutsch. Schreibt Aymen an folgende Adresse:

Aymen B.

Buch-Nr: 1347/19/5

JVA Leipzig

Leinestraße 111

04279 Leipzig

Seid euch bewusst, dass alle Post im Gefängnis mitgelesen wird. Überlegt euch daher, ob ihr mit eurem Namen unterschreibt und eure Privatadresse als Absender angebt. Fragt doch die Infoläden in eurer Nähe, ob ihr ihre Adresse zusammen mit einem Pseudonym als Absender verwenden könnt.

Aus U-Haft entlassen!

Sascha* wurde letzte Woche aus der Untersuchungshaft entlassen. Seine Haftprüfung fiel positiv aus, so dass er nach 2 Monaten sinnlosem Eingesperrt-seins wieder raus darf.

Wir freuen uns sehr und begleiten Sascha weiterhin im anstehenden Prozess.

Aymen hat seine Haftprüfung in den nächsten Tagen. Wir hoffen sehr, dass auch er entlassen wird und zu seiner Tochter in Freiheit zurück kehren kann.

*Namen geändert.

Schreibt den Gefangenen! Solidarität muss praktisch werden!

In der Nacht vom 9.7.2019 ist eine Person aus der Hildegardstraße in
Leipzig abgeschoben worden. Dies war nur unter massivem Gewalteinsatz
der Polizei gegen ihn und die 500 Demonstrierenden möglich, die sich
spontan versammelten, um die Abschiebung zu blockieren und zu verhindern.

Zwei Menschen, die bei dem Protest gegen die Abschiebung anwesend waren,
befinden sich seit dem in Untersuchungshaft. Gegen eine dritte Person
wurde auch ein Verfahren eingeleitet.

Zeigt praktische Solidarität mit unseren Freunden! Schreibt Briefe oder Postkarten an die beiden und zeigt ihnen, dass sie nicht allein oder vergessen sind.
Getroffen hat es zwei, gemeint sind wir alle!

Eine der beiden Personen in Untersuchungshaft ist Aymen. Er spricht Arabisch und Deutsch.
Schreibt Aymen an folgende Adresse:

Aymen B.
Buch-Nr: 1347/19/5
JVA Leipzig
Leinestraße 111
04279 Leipzig


Der anderen Person könnt ihr Post an folgende E-Mail-Adresse schicken.
Die Person spricht Englisch und Russisch.

gorod@risuep.net

Seid euch bewusst, dass alle Post im Gefängnis gelesen wird. Überlegt euch daher, ob ihr mit eurem Namen unterschreibt und eure Privatadresse als Absender angebt.

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